Reich durchs Internet?

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Die Zahl der Leute, die möglichst schnell im Internet reich werden wollen, scheint täglich zu steigen. Die Goldgräber und Schatzjäger sind auf dem Vormarsch und  können sich gar nicht sattlesen an den unglaublichen Erfolgsgeschichten erfolgreicher Internet-Start-Ups, die ihre Gründer innerhalb von wenigen Jahren zu Multimillionären gemacht haben.

Doch man sollte dabei zuerst bedenken, dass die meisten dieser Internetmillionäre aus den USA kommen, wie die größten Internetunternehmen auch. Hierzulande sind Erfolge natürlich auch möglich, aber meistens muss man kleinere Brötchen backen. Das eigentliche Problem ist jedoch der Realitätsverlust und die übertriebenen Erwartungen mancher Gründer oder solcher, die es werden wollen. Es scheint nur um das Geld, um Gier und dem Mitreiten auf der neuen Internetblase zu gehen.

Kein Wort von der Schaffung neuer Werte, von sinnvollen Innovationen und Erfindungen, die die Menschheit weiterbringen. Es scheint nur darum zu gehen möglichst schnell möglichst viel Geld herauszupressen. Beim Unternehmertum geht es allerdings um mehr. Die wenigsten heutigen Milliardäre und Millionäre haben mit der Absicht begonnen ein großes Vermögen anzuhäufen. Es ist vielmehr das positive Nebenprodukt ihrer Anstrengungen.

Es geht bei der Unternehmensgründung, auch im Internet, dabei eigene Visionen zu verwirklichen, Freiheit zu erfahren, Eigeninitiative zu entwickeln und neue Herausforderungen zu meistern. Das Geld ist nicht entscheidend. Nicht zuletzt geht es darum Spaß zu haben. Der Kontostand ist vergleichbar mit dem Punktestand bei einem Basketballspiel – er dient nur dazu die Punkte zu messen. Natürlich geht es ums Gewinnen, doch das Spiel soll auch Spaß machen. Das sollte man bei aller Euphorie und beim Wunsch reich werden zu wollen nicht vergessen. Denn was nützen Millionen auf der Bank, wenn man sich zu Tode langweilt und unzufrieden mit seinem Leben ist.

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